Titel "Das Dorf der Deutschen" von Boualem Sansal
Anlässlich der Friedenspreisverleihung des deutschen Buchhandels an Boualem Sansal:

Lesung mit Mira Amari

am Mittwoch, 19.10.11, 20.00 Uhr  

Buchhandlung im Schanzenviertel
Schulterblatt 55 - Eintritt: € 3,00

Dem algerischen Autor Boualem Sansal wird auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen. Sansal setzt sich in seiner Literatur nicht nur für eine Demokratisierung Algeriens ein, sondern kritisiert darüber hinaus mit Schärfe und Unerbittlichkeit den wirtschaftlichen und militärischen Opportunismus der westlichen Länder.

Der Autor gilt seit 2006 in Algerien als sozial geächtet und isoliert. Trotz wiederholter Morddrohungen schließt er das Exil, mit der Begründung ernsthafte Kritik könne man nur von Innen üben, aus.
Im Merlin-Verlag sind seit 2003 sechs Bücher in deutscher Übersetzung erschienen.

Mira Amari liest aus seinen Büchern. Mit dem Autor verbindet sie ihre algerische Herkunft – mit der Buchhandlung im Schanzenviertel eine langjährige Bekanntschaft.  


Buchcover: "So siehst Du gar nicht aus!" 
Lesung mit Margit Schiller:
"So siehst Du gar nicht aus!"

am Mittwoch, dem 16.11.2011, 20.00 Uhr  

Buchhandlung im Schanzenviertel
Schulterblatt 55 - Eintritt: € 3,00
 

So siehst du gar nicht aus! Eine autobiografische Erzählung über Exil in Kuba und Uruguay. Das Buch reflektiert eine in jeder Hinsicht ungewöhnliche Exil-Geschichte: Zwei Mal wegen Mitgliedschaft in der RAF zu insgesamt mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt, entscheidet sich Margrit Schiller 1985, die alte Bundesrepublik zu verlassen und nach Kuba ins Exil zu gehen, um einer erneuten Verhaftung und der drohenden Sicherheitsverwahrung zu entgehen. Acht Jahre später emigriert sie mit ihrem kubanischen Mann und den beiden in Kuba geborenen Kindern nach Uruguay, ein Land, in dem sie hofft, ihre Erfahrung als politische Gefangene mit anderen Menschen teilen zu können.  
Ihr Buch ist ein sehr ehrliches und selbstreflexives Zeugnis, das grundlegende Exilerfahrungen thematisiert. Margrit Schiller umkreist in ihrem Buch die Bedeutung von Sprache, die Frage nach Identität, das Gewicht des nicht endenden Fremdseins. Sie schreibt über die Macht der Bilder und wie diese täuschen können. Mit wachem, kritischem Blick zeichnet sie die Probleme des Alltagslebens in Havanna und Montevideo nach.  
Ihr Buch nimmt uns mit auf eine Reise, auf der es mehr als 15 Jahre lang kein Zurück zu geben schien.      
Mit einem Vorwort von John Holloway
ISBN 978-3-86241-408-6 | 172 Seiten | 16.00 €
http://www.assoziation-a.de/neu/Schiller_So_siehst_du_gar_nicht_aus.htm  


Unzensiert lesen
Aufgrund der Kriminalisierung der Buchläden hat sich die Initiative Unzensiert-lesen gegründet. Die Initiative veröffentlichte Anfang Dezember 2010 den Aufruf: Wir wehren uns gegen staatliche Zensurversuche!, den inzwischen knapp 1000 Personen oder Gruppen unterzeichnet haben.
www.unzensiert-lesen.de