
Peter O.Chotjewitz liest
"Mein Freund Klaus"
Freitag, 25.04.08
Beginn 20 Uhr, Eintritt 3 Euro
Buchhandlung im Schanzenviertel
Im Herbst 2007 erschien der neueste Roman von Peter
O.Chotjewitz. Nach eigenen Angaben war ein Erscheinen zum Medienereignis
„30 Jahre Deutscher Herbst“ nicht geplant gewesen. Dieses Buch sticht
jedoch deutlich aus der Fülle der Veröffentlichungen zum Thema heraus.
Als ehemaliger Freund und Anwaltskollege trug Chotjewitz Eindrücke und
Erlebtes von Weggefährt_Innen Klaus Croissants zusammen. Der Roman darf
somit als eine Innenansicht der Linken in der BRD der 70er Jahre
verstanden werden.
Klaus Croissant war der wohl bekannteste Strafverteidiger von Mitgliedern
der RAF, bis er 1975 vom RAF-Verfahren ausgeschlossen und wegen
Unterstützung der RAF angeklagt wurde. Klaus Croissant
starb 2002.
Peter O. Chotjewitz ist nicht nur durch seine zahlreichen
Veröffentlichungen bekannt geworden. In den 70er Jahren trat er ebenso als
Wahlverteidiger von Andreas Baader und Peter Paul Zahl auf.
Eines seiner bekanntesten Werke ist das Romanfragment über die RAF „Die
Herren des Morgengrauens“ aus dem Jahre 1978.
Er übersetzte darüber hinaus zeitgenössische italienische Schriftsteller,
wie z.B. Dario Fo und Nanni Balestrini, beide thematisieren in ihren
Büchern die italienische Linke der 70er Jahre.
Die Lesung findet im Rahmen der Tagung statt: „Alte Linke – neue Linke? -
Die Protestbewegungen der 1968er Jahre in Westdeutschland und Europa“.
Organisiert vom Gesprächskreis Geschichtswissenschaft der
Rosa-Luxemburg-Stiftung und vom Fachschaftsrat Psychologie der Universität
Hamburg.
Datum: 25. und 26.April 2008
Universität Hamburg, Flügelbau Ost, Raum 221